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Masterarbeit: Emotionale Verarbeitung von Klängen und Geräuschen bei Kindern
Stine Kirsch (cand. psych.),Neuroradiologie; Universitätsklinikum Heidelberg

Frau Stine Kirsch ist Mitglied der Forschungsgruppe "Musik und Gehirn" des Universitätsklinikum Heidelberg und schliesst demnächst ihr Entwicklungspsychologie-Studium ab. Im Rahmen ihrer Masterarbeit wurde ein spielerischer kleiner Online-Test ( www.geraeuschtest.de ) mit Alltagsgeräuschen entwickelt, auf den wir Sie gerne aufmerksam machen möchten. Zur Zielgruppe dieses Tests gehören Kinder mit AD(H)S. Erwachsene und Geschwisterkinder dürfen selbstverständlich auch mitmachen!


Aufgrund des hohen Medienechos zu den steigenden Ritalin-Abgabezahlen haben wir in mehreren Tageszeitungen folgenden Leserbrief veröffentlicht:

Muss man sich jetzt schämen, wenn man Ritalin braucht?

Ist nicht vielleicht auch etwas Positives an der Tatsache, dass mehr Menschen mit ADHS diagnostiziert werden, dass dieses Problem ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerät? Im Moment hat die Schweiz 7,9 Mio Einwohner. Weltweit ergeben Forschungen ein Vorkommen von ADHS bei 4-8% der Bevölkerung. Wenn man hier die 5% Marke nimmt, gäbe das für die Schweiz 395'000 Betroffene. Nicht jeder ADHS Betroffene braucht medikamentöse Unterstützung. Manchmal sind die Lebensumstände ideal oder das Umfeld hat sehr viel Verständnis. Manchmal werden Psychopharmaka stigmatisiert, und Betroffene getrauen sich kaum, diesen Weg einzuschlagen. Auch wenn alle drei vorgenannten Faktoren zuträfen, ist damit die Herausforderung der ADHS nicht unbedeutend. Wenn der Schweregrad einer ADHS aber eine gewisse Belastungsgrenze übersteigt, sollte man zumindest den Versuch einer Entlastung durch Medikamente nicht vorenthalten. Gehen wir davon aus, dass die Hälfte aller ADHS Diagnostizierten Medikamente brauchen (im Gegensatz zu der in der Studie vorgesehenen Zweidrittel), dann wären das immer noch fast 200'000 Menschen. In der nun veröffentlichen Studie lesen wir, dass 29'000 Menschen in der Schweiz Methylphenidate beziehen - welch krasse Unterversorgung!! Stellen Sie sich vor, 200'000 Menschen in der Schweiz bräuchten eine Brille und nur knappe 10% von Ihnen bekommen eine - und dafür müssten sie sich dann auch noch rechtfertigen... Zum Wohle aller Menschen, die unter den täglichen Herausforderungen von ADHS leiden wären das doch bedenkenswerte Fakten. Gerade deshalb setzt sich unser Fachverband für die Anliegen der Betroffenen und für die Weiterbildung der Fachpersonen ein!



mit freundlichen Grüssen


Sekretariat sfg-adhs